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Ortsgeschichte

Aus der Miltacher Ortsgeschichte
Miltach
wird geschichtlich erstmals im Jahr 1070 unter dem damaligen Namen „Miltaha“ erwähnt. Adelheid die Gemahlin eines Regensburger Domvogts aus der Familie der Grafen von Bogen  vermacht in „Miltaha“ einen Hof und eine Mühle dem Kloster Oberalteich als Schenkung. Dies verdeutlicht die damalige Abhängigkeit des Ortes zu den damaligen Grafen von Bogen.
Um das Jahr 1100 gelangte der Ort in den Besitz der Grafen von Bogen und im ausgehenden 12. Jahrhundert traten die Markgrafen von Cham als Besitzer in Miltach auf.

Im Jahr 1307 wurde Miltach an Konrad von Chamerau verpfändet. Schon im 13. Jahrhundert bestand ein Schergenamt was auf einen gewissen Gerichts- und  Verwaltungsmittelpunkt hinweist.

1492 im Löwlerkrieg und anschließend im September 1504 [ während des Landshuter Erbfolgekriegs 1504-1505 ] wurde der Ort von böhmisch-pfälzischem Kriegsvolk überfallen und geplündert und die Verteidiger vom Kirchturm in die Hellebarden der Plünderer geworfen.

1572 wird ein Justinian von Peilnstein in Miltach erwähnt, der sich gegen seine Untertanen viele Ungerechtigkeiten zu schulden kommen ließ. Nach einem Bauernaufstand im Jahr 1580 gegen Justinian verlor sein Sohn Hans im Jahr 1616 den Ort wegen Verschuldung.

Schloss Miltach auf der Anhöhe bei der Einmündung des Perlbachs in den Regen, wurde vermutlich um das Jahr 1600 noch unter Justinian von Peilnstein errichtet. Das Gebäude wurde später im Jahr 1750 von ursprünglich neun auf dreizehn Fensterachsen erweitert.

1650 erwirbt der Neukirchner Pfleger Johann Wilhelm von Leiblfing das Schloss und die Hofmark Miltach von den Reitornern und erhält damit die lehenherrliche Belehnung.

1679 werden erstmals die Schönprunner als Besitzer auf Schloss Miltach erwähnt. Isak Heinrich von Schönprunn wird vom Kurfürsten für seine Gemahlin mit 1/5 der Hofmark Miltach belehnt. Die Gemahlin von Isak Heinrich von Schönprunn war eine Schwester des Vorbesitzers Johann Wolf von Leiblfing.

Im Jahr 1680 kommen weitere 2/5 des Schlosses an Isak Heinrich von Schönprunn. Die restlichen 2/5 erhält im gleichen Jahr ein Johann Wilhelm Mändl von Steinfels dessen Ehefrau ebenfalls eine geborene Leiblfing war.
Erst im Jahr 1686 kommen auch diese restlichen 2/5 in den Besitz des „Schönprunner“, damit war nun die gesamte Hofmark Miltach als landesherrliches Lehen in ihrer Hand vereinigt.

Im Jahr 1820 wurde dem Geschlecht der „Schönprunner“ noch die Errichtung eines Patriomanialgerichts II. Klasse für Miltach gestattet. Bis zum Jahr 1849 [beinahe 200 Jahre lang], blieben die „Schönprunner“ die Hofmarksherren in Miltach.

1871 wird dann der Volksschriftsteller Maximilian Schmidt, genannt  „Waldschmidt“ neuer Besitzer auf Schloss Miltach und verkauft es bereits 1875 an den Bankier Elias Weinmann aus München.

1918 erwirbt der Landwirt Josef Kyrein aus Unterbiberg bei München das Schloss und bringt es wieder in einen halbwegs bewohnbaren Zustand.
Kurze Zeit später im Jahr 1920 kommt das Schloss dann in den Besitz des Kunsthistorikers Richard Oertel. Unter diesem Besitzer wird die wertvolle Einrichtung verkauft und das Schloss stand zuletzt lange Zeit leer und wurde zuletzt teils baufällig.

1979 ersteigert die Familie Schleyerbach aus Katharied das sehr baufällig gewordene Gebäude. Nach einer grundlegenden Außen- und Innensanierung in den Jahren 1980-1982 erhält die Tochter das Schlossgebäude. Mit der Übernahme des Schlosses durch die Familie Schleyerbach/Breu erhielt das Gebäude nunmehr wieder eine sinnvolle Nutzung [mit Wohnung, Töpferei, Verkaufsladen, Ausstellungen und kulturellen Musikveranstaltungen].

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